Trockenheit geht weiter

Bisher war es vor allem im Norden , Osten , der Mitte und teilweise im Westen viel zu trocken. Vor allem im Nordosten und Osten finden sich die Regionen mit den wenigsten Niederschlagsmengen in diesem Jahr. Dieses macht sich mittlerweile deutlich in der Landwirtschaft bemerkbar. In vielen Gebieten sind die ersten 20 cm Bodentief nahezu staubtrocken und die 50 % Feuchte werden teilweise erst in einer Tiefe von unter 50 cm erreicht.

 

Nun zeigen die Wettermodelle auch in den kommenden 7 bis 10 Tagen kaum Niederschlag in den genannten Bereichen. Teilweise ist es sogar möglich, das es Bereiche gibt die komplett trocken bleiben. Unsicherheiten zeigen sich in den Modellen über der Mitte von Deutschland, jedoch steht auch hier der eher zu trockene Trend im Vordergrund. Im Süden dagegen wird es wohl reichlich nass von oben geben. vor allem am Alpenrand sind Mengen von deutlich über 100 mm möglich.

 

Wie es nun tatsächlich wird bleibt abzuwarten. Dennoch zeigt auch das europäische Mittefristmodell in der Langfrist einen eher zu trockenen Juli im Osten an. Dennoch muss man sehen wie sich die Grosswetterlage weiter entwickelt aber es gibt Hinweise für einen Fortbestand der nordöstlichen bis östlichen Strömung durch höhen Druck über Grossbritannien und Skandinavien sowie tiefen Druck vor allem über Südosteuropa.


Die Karte des deutschen Wetterdienstes in Offenbach zeigt sehr deutlich das Problem der Trockenheit was in manchen Regionen allmählich in eine Dürre gipfelt. Vor allem im Osten wie z.B. in Sachsen Anhalt aber auch in Nordthüringen liegt die Bodenfeuchte bis 60 cm Tiefe bei 20 bis 30 % und sonst vielfach bei 30 bis 50 %. Feuchter ist es im Südwesten und Süden mit 50 bis 90 % und direkt an den Bayerischen Alpen ist es sogar zu nass.


Das das ganze nicht ohne Folgen bleibt sollte jedem klar sein.

 

So ist die Gefahr von Flächenbränden und Waldbränden deutlich erhöht. Die Landwirtschaft meldet erste mögliche Einbußen bei der Ernte und teilweise wird schon die Noternte eingefahren. Die Flusspegel sind erheblich gefallen und liegen im Bereich vom Niedrigwasser. Sollte in einigen Gebieten nicht bald Regen fallen, könnte es die Situation weiter verschärfen.

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