Dürre Thüringen-Sachsen-Sachsen/Anhalt

Die derzeitige Trockenheit ist nach wie vor ein grosses Problem in Mitteldeutschland, wie auch in anderen Bundesländern. Bei uns in Thüringen, Sachsen und Sachsen Anhalt gibt es Stellen wo , laut Dürremonitor, eine Extremdürre vorherrscht und das bis zu einer Bodentiefs von 180 cm. Das bedeutet natürlich erhebliche Nachteile für die Landwirtschaft aber auch Forstwirtschaft.

 

 


Die beiden aus dem Hauptbild ausgeschnittenen Bilder zeigen die Situation. Die bräunlich dunklen Stellen zeigen eine aussergewöhnliche Dürre und die roten Flecken eine extreme Dürre. Vor allem das südliche Sachsen Anhalt, das westliche Sachsen und Nordthüringen haben eine aussergewohnliche Dürre zu beklagen. In Sachsen ist davon sogar das Erzgebirge betroffen. In Thüringen ist es das Thüringer Becken aber auch der Naturpark Kyffhäuser, Eichsfeld und Südharz.

Auswirkungen der Dürre

Weiterhin herrscht eine hohe bis teils extrem hohe Waldbrandgefahr so das es mittlerweile auch Verbote gibt. Im allgemeinen gilt ja in den Wäldern ein absolutes Rauchverbot. Das Grillen wurde ebenfalls untersagt und in einigen Seen ist sogar das Fischen verboten. Heisse Erntemaschinen und Fahrzeuge sorgen immer wieder für Feldbrände und Wiesenbrände. Aus den sogenannten Einweggrills kann ganz schnell ein ausgewachsener Flächenbrand entstehen. Die Landwirtschaft beklagt teils erhebliche Ertragseinbußen da vielerorts eine Noternte eingefahren werden musste. Auch in der Tierhaltung wie Rinderzuchten oder Milchwirtschaft kommt es aufgrund Futtermangel zu Problemen. Teilweise müssen Betriebe ihren Viehbestand dezimieren um das Ganze halten zu können. Mittlerweile wird die Forderung laut das der Bund die Bauern finanziell unter die Arme greift.

Prognosen

Nach derzeitigem Stand der Wettermodelle wird es sommerlich bis hochsommerlich bleiben und ein flächendeckender Regen ist weiterhin nicht in Sicht. Niederschläge treten überwiegend punktuell aufgrund Schauer oder Gewitter auf. Das europäische Modell zur Mittelfristvorhersage ECMWF sieht im August und sogar im September zu wenig Niederschlag in den Regionen und das die Monate zu warm ausfallen. Allerdings sei gesagt das eine Prognose die länger als 10 Tage gelten soll immer unsicherer wird. Das Problem ist die eigentliche Grosswetterlage. Wir haben eine sogenannte Omegalage. Diese Omegalage sorgt für eine deutliche Ablenkung des Jetstreams und somit eine regelrechte Festigung dieser trockenen Situation da durchgreifende Tiefdruckgebiete kaum die Chance haben durchzukommen. So verläft der Jetstream viel zu weit nördlich als das bei usn sich kühlere undvor allem feuchtere Luft mit wechselhafterem Wetter durchsetzen kann. Dementsprechend schaffen es die Niederschläge nicht, die Defizite auszugleichen.

Quellverweise

Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

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