Weiterhin zu trocken ! Die Prognose

Schaut man sich das Vorschaubild mit dem aktuellen Dürremonitor an, so sehen wir das es weiterhin verbreitet zu trocken ist. Selbst die Gewittergüsse und Unwetter der vergangenen Tage haben nur lokal ein wenig Linderung gebracht. Nach derzeitigen Stand gibt es sogar die Möglichkeit, das der Sommer 2018 den Supersommer 2003 übertrumpft.

Die Grafik zeigt den Modellvergleich grosser Globalmodelle des berechneten accumulierten Niederschlags in den nächsten 10 Tage und wir sehen das es nicht sonderlich grosse Mengen sind sondern weiterhin eher deutlich zu wenig. Das derzeitige Niederschlagsdefizit wird so nicht ausgeglichen. Selbst lokale Gewittergüsse können die Niederschlagsbilanz kaum ausgleichen.

Das Klimamodell für die mögliche Niederschlagsanomalie zeigt auch in den kommenden Monate keine grossartige Änderung und die Möglichkeit für einen zu trockenen Herbst. Das bedeutet das selbst in den nächsten Monaten Niederschlagsmengen gerechnet werden die es nicht schaffen das Defizit auszugleichen.

Die mögliche 2 Meter Temperaturanomalie zeigt über Deutschland das Herbst und der Dezember zu warm ausfallen könnten. Zudem wird eine deutliche Anomalie für das arktische Meer gezeigt wo es deutlich zu warm ausfallen könnte. Das könnte sich auf unser Wetter auswirken. Denn normalerweise liegt Deutschland in der Westwetterzone. Damit diese überhaupt aktiv sein kann braucht es in der Höhe einen guten Polarjet. Dieser kann sich jedoch nur entfalten wenn zwischen Arktis und dem Äquator ein ordentlicher Temperaturunterschied aufbaut. Nun wenn es im Norden allerdings zu warm ist, fällt der Temperaturunterschied schwächer aus und der Jet kann sich nur schwach entfalten. Das wäre jedoch günstig für mögliche blockierende Hochdrucklagen die wiederum nur wenig Niederschlag zulassen könnten.

Im Grunde muss aber klar gesagt werden, das es ein mögliches Szenario ist. Ob es auch tatsächlich dazu kommt bleibt abzuwarten.

Quellen :

deutscher Wetterdienst

Helmholtz Zentrum für Umweltforschung UFZ

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