Weiterhin Unwetter in Italien

Immer wieder kommt es über dem Mittelmeerraum zur Tiefdruckentwicklung weil Kaltluft polaren Ursprungs weit nach Süden transportiert wird und somit kommt es immer wieder zur Zyklogenese. Deutschland liegt hingegen mehr unter Hochdruckeinfluss und unter einer eher milderen Luftströmung mit vielfacher Stratusbewölkung ( Nebel / Hochnebel ).

Satelliteimage Eumetsat 04NOV2018
Satellitenbild mit Isohypsen 500 hPa Drucklevel, Fronten, Tröge und Keile , Geopotential gdam

Wir sehen hier die Situation in der Höhe. Dabei sind hier die Isohypsen verzeichent sowie die Kerne der Druckgebiete in gdam ( Geopotential ). Dieses ist die Höhe an dem die 500 hPa erreicht werden. Kaltlufttropfen aber auch Tröge und Keile lassen sich gut darstellen weil diese in den Bodendruckkarten nicht auftauchen oder schwer zu erkennen sind. Deutlich zu sehen ist das Unwettertief über dem Mittelmeerraum das von einem Höhentief gestützt wird. Vor allem wo die Pluszeichen sind herrscht Hebung und Druckabfall was dementsprechend günstig für die Tiefdrucktätigkeit aber auch für mögliche Konvektion ist. Durch das Tief wird nun aus Süden feucht warme Luft nordwärts zu den Südalpen geführt wodurch diese sich stauen und es zu ergiebigen Regenfälllen kommt. So kommt es immer wieder zu Murenabgängen, Erdrutschen und Überflutungen. Vielerorts sind Opfer zu beklagen und massive Schäden durch Sturm. Blitze und Hochwasser. Ein Trog über dem Ostatlantik stützt Tiefs über der norwegischen See und Westeuropa und ein weiterer Trog stützt ein Tief über Nordrussland. Deutschland liegt im Einflussbereich eines Höhenrückens unter Absinkbewegungen und einer Hochdruckzelle über dem Baltikum.

Natural Color Satelliteimage Eumetsat 04NOV2018
Naturfarben Satellitenbild ! Je grüner / türkis desto höher die Wolken

Wir sehen hier das naturfarben Satellitenbild. Bei diesem Satellitenbild lässt sich tagsüber erkennen wo tiefliegende Wolken ( Stratus ) oder hohe Wolken ( Cirrus ) liegen. Zudem kann man hier sehr gut hochreichende Wolken erkennen. Wir sehen deutlich die hochreichende Frontenbewölkung. Dort wo die türkise Farbe deutlich hervorsticht haben wir es bei den schmaleren Bändern oftmals mit Kaltfronten zu tun und die azsgebreiteten Felder sind oftmals Cirrusschirme der Warmfronten. Die weisse-grauen Felder sind oftmals tiefe Wolken in Form von Nebel oder Hochnebel wie über Deutschland und Polen. Typisch für Kaltluftadvektionen sind die streuselförmigen kleinen Flecken. Dieses sind überwiegend Quellwolken, Schauer oder auch kleinere Gewitter. Oftmals zeigen sich stark ausgeprägte türkisfarbene Flecken die oftmals kreisrund oder oval geformt sind. Hierbei handelt es sich oftmals und sogenannte hochreichende Konvektion ( Gewitter ).

 

Wir sehen das das Unwettertief überwiegend schmale hochreichende Wolkenbänder aufweisst. Hier befindet sich die Kaltfront und die Mischfriont mit hochreichender Quellbewölkung. Die typischen Warmfrontcirrusschirme kann man zum Beispiel im Bereich Irak erkennen. Ein ausgeprägtes Nebel- / Hochnebelfeld sehen wir von Deutschland über Polen bis zur Ukraine und Weissrussland.

Nun nach derzeitigem Stand der Wettermodelle wird sich das Unwettertief allmählich abschwächen und in den kommenden Tagen sieht es dann vermehrt nach Hochdruckwetter aus. Über Mitteleuropa kann sich womöglich eine Südlage bilden mit einem kräftigen Hoch im Osten und einem kräftigen Tief über dem Ostatlantik. Hierbei können sich Randtiefs bilden die besonders Westeuropa Sturm bringen. Dieses bleibt aber abzuwarten. Für uns deutet sich weiterhin ein eher milder und niederschlagsarmer Zeitraum an. Niederschlag kann es sicherlich geben aber für unsere derzeitige Dürresituation ist es deutlich zu wenig. Besonders in den Einzugbereichen der Flüsse aber auch in den tieferen Bodenschichten ist es deutlich zu trocken.

Meteorologie Wetterlage Südlage
Grafik Theorie Grosswetterlage Südlage

An der Grafik sehen wir nochmals wie eine Südlage aufbegebaut ist. Südlagen sorgen oftmals in den Alpen für Föhn und allgemein in Mitteleuropa für milderes Winterwetter. Bei der antzyklonalen Südlage überwiegt der Hochdruckeinfluss und es bleibtr oftmals trocken mit der Gefahr von Inversionslagen mit Nebel oder Hochnebel. Die zyklonale Südlage kann oftmals Südsturm, warme Luft und Regen, Schauer oder auch Gewitter bringen.

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