Vor 13 Jahren, Schneechaos Münsterland

So wie in diesem Bild oder auch beim Titelbild sah es vielerorts im Nordwesten und Westen aus. Kräftige Nassschneefälle und Wind sorgten für teils mehr als 50 cm Neuschnee und dementsprechend für ein massives Chaos denn auf den Strassen ging fast nichts mehr und das war nicht alleine die Glätte. Durch die massiven Schneefälle kam es zu Schneebruch. Dabei stürzten starke Äste oder ganze Bäume zu Boden und rissen Stromleitungen mit sich. Dadurch kam es zu Behinderungen im Strassen- und Bahnverkehr. Der nasse Schnee hatte natürlich auch ein enormes Gewicht und so kam es wie es kommen muste. Dächer stürzten ein und vor allem im Münsterland knickten massive Strommasten wie Streichhölzer um. Dieses sorgte dann für viele Tage an denen einige Menschen ohne Strom da standen. Betroffen auch viele Geschäftsleute da Telefone, Computer aber auch in Lebensmittelläden Gefrier- und Kühltruhen nicht mehr funktionierten, von der Beleuchtung ganz zu schweigen. Schwer getroffen hattte es auch die Landwirtschaft. Durch den tagelangen Stromausfall konnten Kühe nicht gemolken werden weil die Melkmaschinen nicht funktionierten. Zudem konnten in Geflügelmastbetrieben die Ställe nicht gelüftet werden wodurch viele Tiere verendeten.

Ursache war die Wetterlage. Es gab zu diesem Zeitpunkt zwischen Grönland und Island ein umfangreiches blockierendes Hochdrucksystem und ein weiteres über Russland. Dazwischen hat sich eine regelrechte Tiefdruckrinne gebildet die genau über Deutschland verlief und sich von Murmansk bis zum Mittelmeer erstreckte. Hier kam es zur Tiefdruckentwicklung in dem sich ein kleines kräftiges Tief bildete und von Norden her genau über Deutschland zog. Hierbei sorgten grössere Druckgegensätze für einen zunehmenden Wind und feuchte Meeresluft gepaart mit kalter Polarluft sorgte für kräftige Schneefälle. Dabei kam es vor allem in den tiefern lagen zu Nassschneefällen die dementsprechend ein deutlich grösseres Gewicht haben als normaler Pulverschnee


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Bildquellen :

 

Münsterlandzeitung

Focus

Deutscher Wetterdienst über Wetter3

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