Gehts turbolent ins neue Jahr ?

Glaubt man dem europäischen Globalmodell, so steht uns ein stürmischer Jahreswechsel bevor. Die Grosswetterlage zeigt Mitteleuropa auf der Vorderseite eines Höhenrückens an dem der Jetstream über Island nach Nordwestdeutschland verläuft. Dabei zeigt sich ein Tief am linken Jetauszug wo sich positive Vorticity und eine Höhendivergenz entwicklungsfördernd auf das Tief auswirken kann. Der Gegenspieler ist ein mächtiges Hochdruckgebiet über Westeuropa, gestützt durch den erwähnten Höhenrücken. Hier herrscht überwiegend Absinken vor.  Atlantischen Tiefs werden blockiert und nach Norden abgelenkt, so das diese in Richtung Island ziehen und mit dem Jet über Skandinavien süostwärts geführt werden. Dabei könnte dann vorraussichtlich ein kleiner stürmischer Geselle entstehen der vor allem den Osten und Norden beeinflussen könnte. Hierbei könnte sich dann, je nach Entwicklung des Tiefs, ein grosserer Druckunterschied aufbauen was sich beim Wind bemerkbar machen würde. Dabei werden seitens des europäischen Modells Böen der Stärken 9 bis 10 Beaufort gerechnet, besonders in den höheren Lagen.

 

Jedoch ist das ganze absolut unsicher, da nicht jedes Modell mitzieht. Vor allem die Position des mächten Hochs über Westeuropa spielt eine entscheidene Rolle. Das amerikanische Modell sieht das ganze schwächer und mehr auf den Nordosten beschränkt mit Böen der Stärken 5 bis 7 Beaufort.

Schaut man sich die nordatlantische Oszillation an, so sehen wir einen deutlichen Trend ins negative. Das bedeutet das zwischen den Azoren und Island die Druckverhältnisse umgekehrt sein können wie oben die Karte zeigt. Dabei Hochdruckeinfluss Richtung Island ( blockierende Wetterlage ) und einem Tief im Bereich der Azoren. Je nach Temperatur der zugeführten Luftmassen könnte es im Bereich der Tiefs über Nord- und Nordosteuropa zu Schneefällen kommen. Auch die arktische Oszillation zeigt den Trend ins negative was jedoch noch sehr unsicher gereschnet wird.

Die genauen Details für das Wetter zum Jahreswechsel sind noch unsicher aber das Hochdruckgebiet scheint recht sicher denn es wird von einigen Modellen gerechnet. Die große Frage ist die Tiefdruckentwicklung und die Position des Hochs.

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