2018 in Thüringen zu trocken und zu warm

Nach aktuellen Auswertungen zeigt sich, das Jahr 2018 war in Thüringen zu warm und zu trocken. Dies zeigt der Vergleich zum langjährigen Mittel 1961-1990.

Niederschlag :

Nach den Daten des deutschen Wetterdienstes sind in Thüringen allgemein die Niederschlagsmengen unter den normalen Werten geblieben. So sind im Thüringer Wald maximal 900 mm gefallen. Normal sind teilweise über 1000 mm. Im Thüringer Becken hat es gerade mal für knapp 300 mm gereicht und auch sonst sind es 300 bis 500 mm geworden.

So zeigt sich im Vergleich dieses Bild. In ganz Thüringen gab es Defizite. Dabei kam teilweise bis zu 45 % weniger Niederschlag zusammen als normal. Das niederschlagsarme Jahr lösste über Thüringen eine Dürre aus die bis in eine Bodentief von 2.50 Meter nachweisbar war und im extremen Bereich anzusiedeln war. Dieses hatte niedrige Wasserstände in den Seen und Flüssen zur Folge.

Temperatur :

Die Grafik zeigt das es in ganz Thüringen deutlich zu warm war. Vor allem in Richtung Rhön aber auch im Bereich Schleiz und ein Teil im nördlichen Thüringen waren mit bis zu 2.9 k zu warm. Sonst waren es überwiegend 2 bis 2.5 k zu warm und nur an wenigen Stellen viel der Vergleich geringer aus.

Vergleicht man nun die Anzahl der Sommertage ( Tage mit Temperaturen von und über 25° C ), dann gab es teilweise bis zu 66 Sommertage was lokal doppelt so viele waren als Normal. Auch die Hitzetage ( Tage mit 30° und darüber ) schlagen mit maximalen 31 Tagen, wie im Thüringer Becken, zu Buche.

Dieses aussergewöhnliche Wetterjahr hatte mit der Wetterlage zu tun denn diese sorgte dafür das immer trockene Warmluft zu uns geführt wurde die bis auf ein paar Ausnahmen immer wieder unter Hochdruckeinfluss gerieten während die Tiefs sich eher auf den Mittelmeerraum konzentrierten. Somit kam es im ganzen Jahreszeitraum dazu, das es deutlich weniger Niederschläge gab, weil atlantische Tiefs es nur wenig zu uns schafften um längerere regnerischen Phasen zu bringen. Die Luftmassen flossen mehr über Landmassen und konnten dadurch weniger Feuchtigkeit aufnehmen um genügend Niederschlag bilden zu können. So kam es zu teils tagelangen bis wochenlangen Trockenperioden und zwar unabhängig der Temperatur. Im großen und ganzen gab es teilweise eine omegaförmige Höhenströmung die den Jet von uns aus gesehen, deutlich zu weit nach Norden abdrängte und Mitteleuropa überwiegend unter einem Höhenrücken zu finden war.

Datenquelle :

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