Warum soviel Schnee ?

Derzeit gibt es kaum andere Schlagzeilen als die Schneechaosmeldungen aus den Alpenregionen. Dort droht die Schneelast Dächer einstürzen zu lassen und Bäume drohen zu brechen. Strassen und Bahnlinien wurden gesperrt und in den Alpen herrscht teilweise die höchste Lawinenwarnstufe 5. Mancherorts wurde der Katastrophenalarm ausgelösst. Aber, ist das der Klimawandel ? Es müsste dich milder werden und Schnee seltener werden.

Nun derzeit haben wir es mit einer sogenannten Nord bis Nordostwetterlage zu tun. Das bedeutet das im Osten Tiefdruckgebiete liegen und im Westen Hochdruckgebiete. Bei einem Hoch weht der Wind mit dem Uhrzeigersinn um den Kern herum und bei einem Tief ist es anders herum. Dadurch kommt es zu einer Nordströmung wenn es diese Konstellation gibt. Mit der Nordströmung gelangt Kaltluft polaren Ursprungs nach Deutschland und strömt südwärts gegen die Alpen. Durch die Tiefs kommt es dazu zur Wolkenbildung und Niederschlagsbildung. Da natürlich die Polarluft die Schneefallgrenze beeinflusst kommt es dann je nach Lage zu Schnee bis ins Flachland. Das besondere durch die Nordströmung sind nun aber die Gebirge.

Auf der Grafuk sehen wir die Situation mal grob dargestellt. Warmluft strömt über den Atlantik nordwärts Richtung Island. Dementsprechend strömt Kaltluft aus Norden südwärts. Das kommt durch die Natur, die dazu bestrebt ist immer für einen Ausgleich zu sorgen. Dieses Ausgleich spüren wir auch als Wind. Genaues dazu finden Sie auf der Website im Thema Meteorologie.

Nun kommt es durch die Nordströmung dazu das die Kaltluft auf die Alpen trifft. Die Alpen sind die natürliche Wetterscheide Europas und stellen nun für die Strömung ein Hinderniss da. Die Luftmassen und Wolken werden gestaut und müssen Aufsteigen um das Hinderniss zu überwinden. Dabei kommt es zur zusätzlichen Wolkenbildung durch Kondensation. Nun werden die Wolken wie ein Schwamm regelrecht ausgepresst und demetsprechend werden diese kräftigen Niederschläge ausgelösst die dabei auch noch lange andauern. So entsteht quasi über Norditalien als Gegenzug der Alpenföhn denn die dort absinkende Luft ist trocken weil diese sich an den Nordalpen abgeregnet und geschneit hat. Das gleiche passiert auch aktuell im Erzgebirge. Da jetzt Kaltluft wetterwirksam ist schneit es bis in die Täler herab.  Im Frühling oder Sommer können sollche Wetterlage ergiebige Regenfälle und Überschwemmungen bringen.

 

Der Schnee ist allerdings nicht das Problem sondern die Masse. Je nach dem wieviel Wasser der Schnee enthält desto schwerer ist dieser. Fällt dieser nun auf Gebäudedächer wird auf der Fläche ein Gewicht ausgelösst und je nasser der Schnee ist, desto schwerer wird die Last und Gebäude können einstürzen. besonders Flachdächer sind gefährdet. Zudem können Bäume unter der lasst zuzammenbrechen. An Berghängen können die Schneemassen ins Rutschen geraten und Lawinen auslösen. Somit werden verschiedene Gefahrensituationen ausgelösst : Schneebruch, Einsturzgefahr bei zu großem Gewicht, Lawinen ! Kommt noch Wind hinzu, kommt es zu Schneeverwehungen. Oftmals fallen starke Äste oder ganze Bäume auf Stromleitungen und können tagelange Stromausfälle auslösen. Irgandwann kommen auch die Schneeräumer kaum hinter her und Strassen werden unpassierbar.

 

Fazit : Nicht der Schnee selber ist das Problem sondern die Masse und seine Bestandteile bzw. Wassergehalt und das dementsprechende Gewicht. Da nun jetzt mehrere tage in Folge sollche grossen Schneemengen zusammengekommen sind, haben auch die sonst so schneeerprobten Alpenregionen Probleme und eine grössere Entspannung ist derzeit nicht in Sicht.

 

Bitte sorgen Sie auch nicht für den unnötigen katastrophentourismus denn diesen können die Menschen dort absolut nicht gebrauchen und die Rettungskräfte und Helfer haben schon genug zu tun.

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