Petrus kein Karnevalist ? Rosenmontag droht Sturm

Keine guten Nachrichten gibt es für die Närrinen und Narren am Rosenmontag. Es verdichten sich mehr und mehr die Hinweise, das eine Sturmlage zu erwarten ist. Hier sehen wir die Karte für die Windböen in 10 Meter Höhe. Alle Felder die gelb sind müssen it Windgeschwindigkeiten von über 70 km/h rechnen was der Windstärke 8 entspricht. Die leicht orangen Felder sind sogar Stärke 9. Je dunkler das gelb / orange desto höher die Windgeschwindigkeiten. Dort wo rote Felder sind sind orkanartige Böen bis Orkanböen Stärke 11 bis 12 möglich. Allerdings ist das noch nicht alles ...

Hier sehen wir die Grafik eines Labilitätsindex. Dieses ist der KO-Index. Dieser errechnet sich aus den Theta E Werten und bedeutet das wenn die Linien auf unter 0 gehen und in den negativen Bereich, das eine potentielle Instabilität zu erwarten ist. Kommt es dabei zu Hebungsvorgängen ( Konvektion ) kann diese Instabilität in Labilität umgewandelt werden. Hierbei können dann Schauer und Gewitter entstehen. Diese Schauer und Gewitter können dann Höhenwinde herabmischen aus Höhen von ca. 1.4 km oder 3 km.

Das ist die Windkarte des 850 hPa-Drucklevels in einer Höhe von ca. 1.44 km. Dabei erkennen wir eine grosse Fläche mit Windpfeilen die Dreiecksymbole tragen. Das bedeutet 50 Knoten und Windstärke 10 Beaufort. Treten nun Schauer und Gewitter auf so können diese Winde als Böen herabgemischt werden. Somit wären dann schwere Sturmböen möglich. Betrachten man nun die vorherige Karte des KO-Index so liegen die potentiellen instabilen Felder genau über dem starken Windfeld in 850 hPa.

Legen wir nun noch die Karte des G-Index hinzu sehen wir grüne Felder. Das sind mögliche Gebiete wo es zu Gewittern kommen kann. Dabei zeigt sich eines über dem Rheinland. Somit sind Gewitter nicht auszuschliessen mit dementsprechenden Begleiterscheinungen der möglichen schweren Sturmböen.

Modellvergleich

Im Modellvergleich zeigen sich zahlreiche Lösungen die sich für Sturm ausprechen aber es gibt auch Modelle die es deutlich ruhiger angehen lassen. Köln könnte von der Eifel profitieren indem die Eifel das Gebiet abschirmt und dementsprechend die Winde deutlich schwächer sind. Mainz und Düsseldorf können dagegen vollen Sturm bekommen. Vor allem der zeitliche Ablauf und die Intensität des möglichen Sturms sind noch sehr unsicher. In sofern sollte man die drohende Sturmlage im Auge behalten und es würde mich nicht wundern wenn es einige Rosenmontagszüge erwischt die abgesagt werden müssen. Schon bei einigen Sonntagszügen wie den School- und Veedelszöch in Köln wird es unangenehm windig aber wahrscheinlich nicht stürmisch.

Folgende Modelldaten wurden ausgewertet : GFS ( amerikanisches Globalmodell ), ICON HD ( deutsches Modell ), ECMWF ( europäisches Globalmodell )

Datenquellen

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