Neuer Kaltlufteinbruch erwartet

Noch hält sich das sonnige frühlingshafte Hochdruckwetter aber schon im Titelbild sehen wir auf dem Satellitenbild eine Kaltfront die das frühlingshafte Wetter vertreiben wird. Ursache ist ein kräftiges Sturmtief bei Island das dort und in den Umgebung für schweren Sturm mit Orkanböen sorgen wird.

Luftmassenverteilung

Auf den folgenden Karten sieht man die Luftmassenverteilung. Dabei ist grün bis blau Kaltluft und gelbgrün bis rot Warmluft.

Die markante Kaltfront lässt sich anhand der Luftmassenverteilung sehr gut erkennen. Die grüngelbe Färbung über Mitteleuropa kennzeichnet derzeit die bei uns liegende mildere Luft. Diese wird auf der Vorderseite des Tiefs nordostwärts geführt und kommt durch das Hoch über die Nordsee zu uns rein. Dabei bildet sich immer wieder Seenebel wie man auf dem Satellitenbild erkennen kann.

Am Samstag liegt die Kaltluft vor den Toren Deutschlands an der Nord- und Ostseeküste mit der Kaltfront. Im Rest des Landes liegt noch die Warmluft die unter Hochdruckeinfluss liegt. Aufgrund des Farbwechsels zu fast dunkelbau hin sieht man deutlich die erwartete deutliche Abkühlung durch maritime polare Kaltluft.

Am Sonntag hat die Kaltfront dann schon den Nordteil überquert und somit liegt über der Nordhälfte Deutschland die kalte Luft und im Süden noch die mildere Warmluft. Die Kaltfront ist im Grenzbereich zu finden. Hier sind Wolken und eventuelle Niederschläge möglich. Bis Montag wird die kühle Luftmasse dann auch die Südhälfte erreichen und es steht uns eine mehrtägige Kaltluftphase bevor. Der Trend in der Mittelfrist jedoch zeigt, das erneut Warmluft angezapft wird und die Kaltphase zum neuen Wochenende beenden könnte.

Warum ist das eigentlich so ?

Der März gehört zu den sogenannten Übergangsmonaten. Diese Monate sind für das Wechselspiel bekannt und so kann es innerhalb weniger Tage Frühling sein oder tiefster Winter. Schuld ist die Luftmassenverteilung. Bis Ende April, teils auch in den Mai hinein herrscht in Skandinavien und Island noch Frost, wie auch in Nordrussland und Sibirien. In diesen Gebieten finden sich Kaltluftreserviors. In Richtung südliches Mittelmeer und Nordafrika liegt teils subtropische Warmluft. In der Mitte liegt liegt gemäßigte Luft.

Die Natur ist immer bestrebt für einen Ausgleich zu sorgen um ein Gleichgewicht herzustellen. Dadurch dringt Warmluft in die Kaltluft ein und umgekehrt Kaltluft in Warmluft. An den Nahtstellen bilden sich Fronten und Tiefdruckgebiete. Aufgrund dieser Ausgleichvorgänge wird mal die Warmluft und mal die Kaltluft angezapft die dann zu uns fliessen kann und dementsprechend teils winterliche Kälte bringen kann. Jedoch auch umgekehrt, frühlingshafte Wärme.

 

Je weiter die Jahreszeiten vorranschreiten desto milder wird es auch über Skandinavien und Sibirien. Dadurch werden die Kaltluftreservoirs abgebaut und das Risiko für frostige Kaltluft schwindet. In Sommermonaten können sollche Kaltluftvorstöße dennoch teils herbstliche Kälte bringen. Dieses Wechselspiel sorgt dementsprechend für das typische wechselhafte Wetter in Deutschland.

 

2018 gab es ja eine sogenannte Blockadelage. Hochdruckgebiete blockten Mitteleuropa vom Atlantik ab und so fehlte dieser Ausgleich. Der Ausgleich zwischen Warm und Kalt fand zum einen über Russland und zum anderen über dem Atlantik statt während bei uns trockene Warmluft das Wetter bestimmt hat.

 

Ob sowas dieses Jahr wieder passiert kann man zu jetzigem Zeitpunkt noch nicht sagen. Zwar gibt es Langfristmodelle aber je weiter ein Prognosezeitraum vom Termin weg ist, desto unsicherer werden die Berechnungen. Somit ist alles, was über 240 Stunden ( Mittelfrist ) hinausgeht schon Glaskugelbereich.

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