Wie war der Winter 2018/2019

Heute schauen wir mal auf den vergangenen Winter und wie er verlaufen ist über Thüringen. Die Daten stammen vom deutschen Wetterdienst und sind im deutschen Klimaatlas erfasst.

Temperatur

Die Temperaturen in Thüringen lagen in allen Regionen über dem Durchschnitt. Dabeistechen einige Regionen hervor wie Erfurt, Krölpa, nördlich Gotha, Bereich Rhön und Kyffhäuser/Artern sowie Gebiete nördlich Worbis. Hier liegen die Abweichungen deutlich über 3 bis 3.5 K. Somit lässt sich sagen, das der Winter 2018/2019 deutlich zu warm war.

Niederschlag

Beim Niederschlag liegt Thüringen nicht ganz so schlecht da. Vor allem im Naturpark Südharz kamen deutlich mehr als die übliche Menge zusammen. Auch im Bereich Suhl / Oberhof sowie östlich des Saale-Orla-Kreises und auch südlich Altenburg kam mehr Niederschlag zusammen. Im Thüringer Becken bis zum Nationalpark Hainich und Kyffhäuser/Artern wie auch in Gera und Jena sowie südlich der Werra sind es knapp des Solls geworden aber teils auch 10 % weniger als es sein sollte. In diesen Gebieten herrscht nun teilweise eine hohe Flächenbrandgefahr wie die folgenden Karten zeigen.

Graslandfeuerindex

Der Graslandfeuerindex zeigt die Gefahr von Flächenbränden auf offenen Flächen wie Wiesen oder Felder aber auch Gestrüpp und Waldränder. Vor allem dort wo trockenes Buschwerk liegt und sich trockenes Gras befindet ist mit einer recht hohen Feuergefahr zu rechnen. Das bedeutet, das eine glimmende Zigarette oder ein heisser Katalysator eines Autos reichen um einen Flächenbrand auszulösen.

Waldbrandgefahrenindex

Auch der Waldbrandgefahrenindex ist im Grenzgebiet zu Bayern südlich der Werra mit Stufe 4 hoch. Verbreitet herrscht eine mittlere Brandgefahr der Stufe 3 von 5. Das bedeutet das unachtsam gemachtes offenes Feuer oder eine Zigarette ein Feuer verursachen kann. Einige Bezirke haben schon die Osterfeuer aufgrund der erhöhten Feuergefahr verboten. Noch gravierender sieht es in den Nachbarbundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt aber auch Berlin / Brandenburg und das östliche Niedersachsen aus. Hier herrscht teilweise die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Das bedeutet das ein kleiner Funke ausreicht um ein Großfeuer auszulösen. Da in den kommenden Tagen kaum Niederschlag erwartet wird, bleibt auch das Feuerrisiko erhöht.

 

Übrigens ist es ein Irrglauben, das Waldbrände, Dürren oder Grasbrände nur an heisse Temperaturen gebunden sind. Auch in Wintermonaten können die Böden und der am Boden liegende Laub, totes Gras oder Tannennadeln Feuer fangen.

Datenquellen

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